
Es ist ein doppeltes Dilemma, das eigentlich keines sein muss: Hausbesitzer fühlen sich überfordert mit der Frage nach dem besten zukünftigen Heizsystem und Fachhandwerkern fehlt die politische Planungssicherheit, um Ihre Kunden richtig beraten zu können. Zum Glück gibt es aber durchaus Erkenntnisse, Prognosen und Technologien, die klare Handlungsrichtlinien ermöglichen. Mit einem Systemvergleich und anschließender Beispielrechnung bauen wir Unsicherheiten ab und zeigen, wie im Gebäudebestand der Umstieg auf ein Wärmepumpensystem gelingt.
Über allem steht die Frage: Wie schaffen wir es, die Systemtemperaturen (Vorlauf/Rücklauf) in den Niedertemperaturbereich zu verringern? Beim Einbau einer Wärmepumpe ist daher vor allem auf geeignete Geräte zur Wärmeabgabe in den Räumen zu achten. Dabei sind je nach Gebäudesituation mehrere Faktoren maßgeblich für die Auswahl des passenden Systems, also einer Fußbodenheizung, herkömmlichen Platten-Heizkörpern oder Wärmepumpenheizkörpern. Diese Frage sollte früh beantwortet werden, denn im Zuge des Umstiegs auf eine Wärmepumpe können die Raumkomponenten sowie deren Installation mitgefördert werden.



Zwar kann eine Wärmepumpe auch Systemtemperaturen von 50 °C und mehr zur Verfügung stellen und damit auch herkömmliche Heizkörper so beliefern, wie es zuvor eine Gastherme getan hat. Das ist aber nicht effizient. Der Niedertemperaturbetrieb herkömmlicher Heizkörper ist nur dann möglich, wenn die Heizflächen erheblich vergrößert werden, was in vielen Fällen aus baulichen oder ästhetischen Gründen nicht möglich sein wird.
Sicher wird es unkritische Räume, wie etwa Flure, geben, in denen herkömmliche Heizkörper auch im neuen System einen ausreichenden Dienst verrichten können. In allen Aufenthaltsräumen wird aber in der Regel die Wärmeleistung dieser Heizkörper im Niedertemperaturbetrieb zu gering sein. Bei Systemtemperaturen von 45/40 °C und der Verwendung herkömmlicher Typ-22-Heizkörper (1429 W, 75/55 °C) müsste die bestehende Heizfläche von 1000 mm Breite und 600 mm Höhe auf 2800 mm Breite erweitert werden, um eine Leistung von 1541 W zu erreichen.

Betrachten wir das Einsparpotenzial unterschiedlicher Heizkörper in Verbindung mit einer Wärmepumpe im Einfamilienhaus. Dabei ist ein effizientes Gesamtsystem mit angemessener Jahresarbeitszahl (JAZ) wichtig. Die JAZ ist ein Maß für die Effizienz einer Wärmepumpe und gibt an, wie viel Wärmeenergie sie pro Einheit elektrischer Energie liefert. Eine höhere JAZ bedeutet eine effizientere Nutzung und niedrigere Betriebskosten.
Ausgangssituation unserer Berechnung ist ein Heizungswärmebedarf über eine Gasheizung von 25.000 kWh/a und Betriebskosten von 3.000 €/a. (Baujahr Haus 1985, Gaspreis nach Preisbremse 0,12 €/kWh, Strompreis nach Preisbremse 0,40 € kWh).


Beim Umstieg auf eine Wärmepumpe bietet es sich an, die vorhandenen Heizkörper durch Wärmepumpenheizkörper PowerKon LT mit einer Baugröße von 1000 mm Breite, einer Leistung von 1.740 W bei einer Systemtemperatur von 45/40 °C auszutauschen. Alles andere wäre nicht effizient, würde zu einer geringen Jahresarbeitszahl (JAZ) und demnach höheren Betriebskosten führen. Die Fußbodenheizung wäre die teuerste Investition und herkömmliche Heizkörper zu groß in ihren Abmessungen. Zudem sind sie in der Anschaffung nicht viel günstiger als der PowerKon LT. Der PowerKon LT ist dagegen förderfähig.

Der PowerKon LT ist einfach gegen den alten Heizkörper austauschbar und erfordert in der Regel keine aufwendigen Stemmarbeiten oder Rohrverlegungen. Die flache Bauweise mit einer Bautiefe von 141 mm passt gut in den Raum und die Luftansaugöffnung befindet sich unauffällig an der Unterseite.
Der Wärmepumpenheizkörper bietet zudem die Möglichkeit zur Kühlung. Mit dem PowerKon LT arbeitet das Wärmepumpensystem um 35 bzw. 25 % effizienter bei niedrigeren Systemtemperaturen von 35-45 °C als im Vergleich zu höheren Temperaturen von 55 °C. Dadurch sind die Heizkosten geringer.


