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WRG-Systeme

Welches WRG-System zum Einsatz kommt, hängt stark vom Projekt und den gegebenen Anforderungen ab. Die Auswahl des passenden Wärmerückgewinnungssystem ist nicht immer einfach. Die Entscheidung ist spezifisch auf das Projekt und die Anforderungen zugeschnitten. Hier liegen unsere Stärken. Unsere Ingenieure beraten Sie gerne.

Ka2O-Technologie

Neben den gängigen und am Markt bekannten Wärmerückgewinnungssystemen (WRG-Systemen) kommt bei uns zusätzlich ein eigenentwickeltes WRG-System zum Einsatz: die Ka2O-Technologie.

Die Ka2O-Technologie ist ein hocheffizientes System auf Basis der indirekten Verdunstungskühlung.

Der Entwicklungsschwerpunkt der Technik lag auf der maximalen Abkühlung der Außentemperatur, bis zum physikalischen Möglichen. Unseren Entwicklungsingenieuren ist es gelungen, die Außenluft je nach Temperaturbedingungen auf > 20 Kelvin abzukühlen.

Schema RLT Gerät

Geräteaufbau (am Beispiel)

              

Ka2O Modul

Ka2O-Technologie auf einen Blick

  1. Gehäusedeckel
  2. Wasserabfuhr
  3. Luftführungsblech
  4. Düseneinheit (entnehmbar)
  5. Wasserzufuhr
  6. Gegenstromwärmetauscher
  7. Aluminiumgehäuse mit integriertem 3D-Gefälle

              

Die stärksten Argumente

  1. Maximale Kühlleistung - Befeuchtung der Abluft im Wärmetauscher: mittels Ka2O-Technologie wird die Zuluft bis zu 0,5 K über der Feuchtkugeltemperatur der Abluft gekühlt, unabhängig von der Höhe der Außentemperatur, auch bei 40 °C.
  2. TÜV geprüft - Als einziger Hersteller von Verdunstungskühlsystem wurden die Leistungsdaten im Kühlbetrieb vom TÜV Süd unabhängig gemessen und bestätigt.
    Ka2O Leistungsdaten (Messung durch TÜV Süd)
  3. Keine zusätzliche Kälte notwendig - Aufgrund der hohen Leistung kann je nach Anforderung und Anlagenauslegung auf eine zusätzliche Kälte verzichtet und alleinig mit der Ka2O-Technologie gekühlt werden.
  4. Kühltechnologie der Zukunft - Der Kühlbedarf in der Technischen Gebäudeausrüstung nimmt stetig zu. Gemäß EEG (Erneuerbaren Energien Gesetz) stellt die Verdunstungskühlung eine energetisch sinnvolle Maßnahme dar, die Luft geeignet abzukühlen.
  5. Wärmerückgewinnung - Durch das Gegenstromprinzip wird ein Temperaturänderungsgrad bis 87 % erreicht, trocken nach EN308 bis 78 %.
  6. Modultechnik - Extrem variabel durch Kombination von bis zu zwölf Modulen übereinander und fünf Modultürmen hintereinander. Jedes Modul besitzt eine Nennluftmenge von 400 m³/h, die minimale Luftmenge je Modul beträgt 100 m³/h bis maximal 450 m³/h. Es können Luftmengen von 1.000 bis 27.000 m³/h realisiert werden.
  7. Geringer Druckverlust - Die Module werden parallel durchströmt. Trotz Gegenstromprinzip bleibt der Druckverlust bei jeder Modulkombination gleichbleibend gering bei 170 Pa.
  8. Wartung und Zugänglichkeit - Zur Inspektion und Wartung der Module können in der WRG-Einheit integrierte Luftführungsbleche einfach entnommen werden. Die Zugänglichkeit zur Inspektion jedes Moduls ist gemäß VDI 6022 mit 500 mm Abstand ausreichend gegeben.

    Seitenansicht mit montierten Luftführungen - Betriebszustand (links) und Seitenansicht mit entnommenen Luftführungen -Wartungsfall (rechts) 

    1. Ka2O-Module einfach zugänglich
    2. Luftführungselemente im Zuluft/Außenluftweg
    3. Wassersystem
    4. Ka2O-Module
    5. umlaufend abdichtend durch konischen Anschluss
  9. Wassersystem und -verteilung - Die Sprühbefeuchtung erfolgt im Umlaufsystem. Überschüssiges Wasser wird in einem Wannensystem aufgefangen und für den nächsten Sprühzyklus wiederverwendet. Das Wassersystem ist stromlos geöffnet, damit im Fehlerfall kein Wasser im Gerät zurückbleiben kann.
  10. Regelung KaControl - Die Regelung steuert die Ka2O-Besprühzyklen vollautomatisch in Abhängigkeit der Temperatur und der Luftmenge, um die Pumpenlaufzeit und Energieaufnahmen möglichst gering zu halten. Zusätzlich sind Sicherungsfunktionen in der Regelung integriert, um Fehlfunktionen zu vermeiden. Über BACnet, Modbus oder LON erfolgt die Integration in Gebäudeleittechniken.

Einsatzbereiche/Montage

  • RLT-Anwendungen im Wohn- und Nichtwohnbereich
  • Die Technik kann bei Kühlanforderung überall eingesetzt werden, wenn moderat trockene Abluftbedingungen mit hohen inneren Kühllasten zur Verfügung stehen
  • Bei Anforderung einer besonders energetischen Kühlung mit dem regenerativen und natürlichen Kältemittel Wasser (R718)

Fachbeitrag cci - Das Ka2O System zur Verdunstungskuehlung

Fachbeitrag hlh - Verdunstungskuehlung

Fachbeitrag Ka2O - Das regenerative und modulare Kuehlsystem

Spezial Ka2O

Weitere Informationen zur Ka2O-Technologie erhalten Sie auch hier.

HKVS: Hochleistungs-Kreislaufverbundsysteme

  • 100 % Trennung der beiden Luftströme
  • vollkommener Ausschluss von Leckagen
  • kein Übertrag von Schadstoffhaltiger Luft, Gerüchen oder Keimen
  • besonders im Bereich der Hygienegeräte ist das HKVS perfekt geeignet
  • kompakte Bauweise möglich, auch geeignet bei beengten Einbringsituation
  • separierte Aufstellung von Zu- und Abluftstrang durch bauliche Gegebenheiten stellt kein Problem dar

Bei Einsatz eines HKVS (Hochleistungs-Kreislaufverbundsystems) haben die hydraulischen Regelgruppen eine besondere Bedeutung. Um bestmögliche Systemwirkungsgrade zu erreichen, müssen die Komponenten und Regelorgane hinsichtlich Wasserwiderstände und Regelcharakteristik aufeinander abgestimmt, berechnet und ausgelegt werden.

Rotationswärmetauscher

Rotationswärmetauscher auch als Wärmeräder oder Rotoren bekannt, sind wirkungsvolle Überträger von Wärme auch bei großen Luftmengen > 100.000 m³/h. Insbesondere wenn ein Feuchteübertrag gezielt gewünscht ist, ist der Rotationswärmetauscher die richtige Wahl.

Rotationswärmetauscher gehören zu den regenerativen Systemen der Energierückgewinnung. Sie werden sowohl in der Raumlufttechnik (Wohngebäude, Büros, Produktionsstätten) eingesetzt, aber auch in der Prozesslufttechnik.

Der Rotationswärmetauscher rotiert zwischen zwei Luftströmungen: dem Zuluftstrom, der Außenluft in das Innere des Gebäudes transportiert, und dem Abluftstrom, der verbrauchte Luft von innen nach außen befördert. Im Winterfall strömt die kalte Außenluft durch die eine Hälfte der Speichermasse, die Abluft durch die andere. Dabei gibt die Abluft den größten Teil ihrer Wärme an die Speichermasse ab. Die erwärmte Hälfte des Rades dreht sich weiter in den Zuluftstrom und gibt ihre Wärme an die einströmende, kühlere Außenluft an. Die Zuluft gelangt stark erwärmt in das Innere des Gebäudes.

Verschiedene Ausführungen des Speichermediums ermöglichen einen gezielten Feuchteübertrag. Je nach Anwendungsfall setzen wir folgende Speichermassen ein:

  • Kondensationsrotoren - Feuchteübertragung bei Kondensatanfall
  • Enthalpierotoren - hygroskopische Oberfläche - mittlere Feuchteübertragung
  • Sorptionsrotoren - hochhygroskipischer Zeolithbeschichtung - hohe Feuchteübertragung
  • Epoxy-Rotoren - hoher Korrosionsschutz

Gegenstromwärmetauscher

Das Wirkprinzip der Gegenstromwärmetauscher ist einfach und effektiv. Die Luftströme werden entlang paralleler Aluminiumplatten in Gegenstromrichtung aneinander vorbeigeführt. Dadurch kann ein höherer Energieaustausch erreicht werden im Vergleich zu einen Kreuzstromwärmetauscher.

Die stärksten Argumente

  • hocheffizient bei kompakten Abmessungen
  • getrennte Luftströme
  • keine Geruchsübertragung
  • korrosionsbeständiges Aluminium
  • Temperaturwirkungsgrad bis zu 90 %

Doppelplattentauscher

Als Doppelplattentauscher werden zur Erhöhung der Rückwärmzahl bis auf über 85 % zwei Plattenwärmeübertrager in Reihe geschaltet. Abluft und Außenluft werden im Gegenstrom geführt, so dass insgesamt ein Kreuz-Gegenstrom entsteht. Im Bypass von beiden Luftströmen sind Absperr- bzw. Regelklappen angeordnet, so dass verschiedene Betriebsweisen möglich sind.

Unterhalb befindet sich eine Wasser- Auffangwanne aus Edelstahl mit zentralem Gefälle zur Wannenmitte. Gleichzeitig übernimmt die Wanne die Führung der Abluft.

Mit Doppelplattentauscher ist eine hohe Entfeuchtungsleistung möglich, deshalb findet diese WRG-Ausführung häufig im Schwimmbad Anwendung.