Header-kuehldecke

Kühl- und Heizdeckensysteme im Vergleich

Stille Klimatisierung für höchste Behaglichkeit

Kühl- und Heizdeckensysteme für die Decke stellen ein Komfortklima her, das höchsten Anforderungen an die Behaglichkeit und Akustik entspricht. Wir stellen Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten und die Unterschiede vor und zeigen Kombinationsmöglichkeiten mit reaktionsschnellen Systemen.

Gipskarton-Heiz-Kühldecke

Die Gipskarton-Heiz-Kühldecke zeichnet sich durch eine hohe Flexibilität aus und ist für die Kombination mit Gipskartonplatten geeignet. Die Varianten sind zahlreich und lassen der Architektur vielfache Gestaltungsfreiräume (eben oder gewölbt, gestrichen oder repräsentativ beschichtet, ungelocht oder gelocht, schallabsorbierend oder schallreflektierend usw.) Außerdem ist die Integration von Einbauleuchten, Luftdurchlässen, Lautsprechern o. ä. problemlos möglich. Die Aufbauhöhe der Deckenkonstruktion erhöht sich durch die Heiz-Kühldecke nicht.

Die Basis des Heiz-Kühldeckensystems bildet eine Unterkonstruktion aus Decken-C-Profilen nach DIN 18168-1. In diese Deckenunterkonstruktion werden die Kühl- und Heizleitungsrohre mit den Aluminium-Wärmeleitprofilen so integriert, dass die Heiz-Kühlregister nach der Beplankung mit den Gipskartonplatten eine oberflächenbündige Einheit bilden, die für einen optimalen wärmeleitenden Kontakt zwischen der Gipskartondecke und dem Heiz-Kühldeckensystem sorgen.

Ein großer Vorteil von Flächensystemen ist die Einspeisung mit geringen Vorlauftemperaturen im Heizfall. Dadurch ist der Betrieb in Kombination mit einem Kaltwassererzeuger/Wärmepumpe sehr beliebt. Aus Behaglichkeitsgründen erfolgen Auslegungen für den Heizbetrieb mit einer maximalen Vorlauftemperatur von 35 °C.

Das Kühl-Heizdeckensystem GKA50WT von Kampmann ist speziell für die Kombination mit gelochten Gipskartonplatten vorgesehen und zeichnet sich unter anderem durch seine hohe Flexibilität aus.

  

Weiteres Qualitätsmerkmal des Systems ist das geringe Eigengewicht, welches in die statische Gesamtbelastung der Decke einbezogen werden muss. Das Besondere: Kampmann hat einen eigenen Unternehmensbereich für die Beratung, Planung, Auslegung und Montage von Kühldeckensystemen inklusive Trockenbau. Alle klimatechnischen Komponenten können von Anfang an mit eingeplant und angeboten werden, was ein großer Vorteil für Planer und Bauherren ist. Dazu zählen auch Luftdurchlässe für den erforderlichen Luftwechsel oder Fan Coils, die ein Kühldeckensystem hochflexibel machen.

Sie haben Fragen zum Thema Kühl- und Heizdeckensysteme? Wenden Sie sich gern an unseren Ansprechpartner Herrn Pörtner: [email protected]

  

Vorteile der Kühl-Heizdeckensysteme

  • Kühldeckensysteme lassen dank stiller Kühlung bei höchster Behaglichkeit echtes Komfortklima entstehen. Dabei ist das Prinzip der Strahlungskälte dem Menschen sehr zuträglich.
  • Durch die Integration in unterschiedlichste Deckenformen ergibt sich die größtmögliche architektonische Gestaltungsfreiheit – ohne kostbare Nutzfläche zu verlieren.
  • Im Hinblick auf Deckenarbeiten, die in der Bauphase ohnehin realisiert werden, fallen die Aufwendungen einer Deckenaktivierung kaum ins Gewicht. Strahlungsdecken und Kühlsegel sparen Betriebskosten.

Kühldecke oder Kühlsegel

Der wesentliche Unterschied zwischen Kühldecken und Kühlsegeln liegt in der Art der Wärmeübertragung. Die Wärmeübertragung bei Kühldecken erfolgt zu 60 % durch Strahlungsaustausch. Bei Kühlsegeln überwiegt der konvektive Anteil. Dieser Unterschied entsteht durch die geschlossene Bauart von Kühldecken, auch Strahlungsdecken genannt, bzw. durch die offene Bauart von Kühlsegeln, auch Konvektionsdecken genannt.

Kühldecken ergeben eine geschlossene Deckenoberfläche. Die Wärmeübertragung erfolgt überwiegend (ca. 60 %) durch Strahlungsaustausch. Bei Kühlsegeln hingegen kann die Raumluft zwischen den einzelnen Paneelen und der Rohdecke zirkulieren.

  

Schlitzdurchlässe integrieren
sich dezent in das Raumdesign
und können in der Zwischendecke
installiert werden.

Kombinationsmöglichkeiten mit Luftauslässen

Die Integration von Luftdurchlässen in eine Kampmann Kühldecke oder in ein Kampmann Kühlsegel ist problemlos möglich. Kampmann bietet dafür eine Vielzahl von Luftdurchlässen an.

Schlitzdurchlässe der Serie SAL35 in linearer Ausführung

Schlitzdurchlässe integrieren sich dezent in das Raumdesign. Beim Schlitzluftdurchlass SAL35 erfolgt die Veränderung der Austrittsgeschwindigkeit und der Luftvolumenströme über die Einstellung der patentierten Exzenterwalzen.

Zusätzlich können auch der kritische Strahlweg sowie das Induktionsverhalten und die Eindringtiefe nach dem Einbau verändert und angepasst werden. Außerdem erlaubt der Schlitzluftdurchlass die wahlweise Nutzung des Coanda-Effekts und sorgt damit für eine zugluftfreie Zuluftversorgung.

Drallluftdurchlässe der Serie DAL359

Ventilatorkonvektoren können
zusätzlich in die Zwischendecke
eingefügt werden, um unter
anderem eine schnelle Änderung
der Raumtemperatur zu ermöglichen.

Der DAL359 verfügt über eine große Anzahl von Luftlenkelementen. So wird die Luft mit starkem Drallimpuls eingebracht, wobei er so entwickelt wurde, dass eine zugluftfreie Luftführung auch in niedrigen Räumen entsteht. Selbst im eingebauten Zustand ist eine Änderung des Volumenstroms, der Austrittstemperatur sowie der Strahlrichtung und -form möglich.

Der große Vorteil des Drallauslasses ist der niedrige Schallleistungspegel auch bei großen Volumenströmen.

Kombinationsmöglichkeiten mit Fan Coils für ein reaktionsschnelles System

Neben dem Kühl-Heizdeckensystem können zusätzlich Fan Coils, z.B. der Venkon, mit Schnellkühl- und -aufheizfunktion eingesetzt werden, unter anderem um eine zügige Temperaturänderung in großen Räumen zu ermöglichen. Dazu werden die Ventilatorkonvektoren in die Zwischendecke eingefügt.

Die Geräte zeichnen sich durch eine optimierte luft- und wasserseitige Durchströmung und innovative Ventilatoren aus. Letztere können dank ihrer intelligenten EC-Technologie auch bei geringen Luftleistungen in einem niedrigen Drehzahlbereich bedarfsgerecht und somit energieeffizient betrieben werden. Das ermöglicht auch eine weitere Verringerung der Schallemissionen: Mit einer kaum wahrnehmbaren Geräuschentwicklung arbeiten die Venkons marktführend leise.