Austausch zwischen
Politik und Mittelstand

Dr. Daniela De Ridder zu Besuch bei Kampmann

„Der Mittelstand muss gestärkt werden“ – in diesem Punkt waren sich Dr. Daniela De Ridder und Hendrik Kampmann einig. Die SPD-Bundestagsabgeordnete besuchte vergangenen Donnerstag das Unternehmen Kampmann. Nach einer ausführlichen Besichtigung der Produktionsstätten debattierten Frau De Ridder, Geschäftsführer Hendrik Kampmann und Hermann Ensink, Prokurist und Leiter Innovation & Technik, über die Herausforderungen, die sich wandelnde Marktbedingungen für mittelständische Unternehmen bereit halten.

 

Mit großem Interesse nahm Dr. Daniela De Ridder an der Führung durch die weitläufigen Fertigungshallen teil. „Ich gehe dahin, wo ich mir die Dinge ansehen kann. Die Kommunikation zwischen Politik und Wirtschaft ist sehr wichtig. Politik darf – und soll auch – partizipativ sein“, kommentierte die SPD-Politikerin den Rundgang. Ein erster Anlass zur Diskussion war mit Erreichen des Forschungs- und Entwicklungs-Centers gegeben: Für Kampmann ist die 2008 eröffnete Einrichtung ein echter Gewinn. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Verbesserung der Prozesse und sichert so die Marktposition. Zudem könnte man ohne diese weitsichtige Investition nur bedingt auf die Vorschriften der Ökodesign-Richtlinie bzgl. energieverbrauchsrelevanter Produkte reagieren. 

 

Intensiv diskutiert wurde über die Vor- und Nachteile des geplanten Transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP). Während es in der Bevölkerung große Vorbehalte gibt, sieht die Industrie eher Chancen. So auch Kampmann. „Expansion innerhalb Deutschlands ist für unser Unternehmen langfristig schwierig. Der Wettbewerb im Binnenmarkt lässt keine hohen Wachstumsraten zu“, stellt Hendrik Kampmann fest. Spannende Märkte sind vor allem im Ausland zu finden, speziell in den USA. Momentan ist der Aufwand für den Export jedoch noch sehr groß, da jedes Produkt geprüft und mit Zertifikaten versehen werden muss. Eine unnötige Prozedur, da die technischen Standards in Deutschland meist höher sind als in den Vereinigten Staaten. 

 

Als letztes Thema des etwa einstündigen Gespräches wurden der demografische Wandel und seine Folgen für die Wirtschaft besprochen. Hier kann Kampmann Positives berichten: Aufgrund der modernen Fertigungsprozesse und den guten, familienfreundlichen Arbeitsbedingungen möchten viele Kampmann-Mitarbeiter die Rente mit 63 nicht in Anspruch nehmen. Sie arbeiten gerne bis zum Alter von 65 Jahren weiter. Dies ändert allerdings nichts an Tatsache, dass es schwer geworden ist, qualifiziertes neues Personal einzustellen. Auch hier muss die Politik Maßnahmen ergreifen.

 

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