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Was bedeutet brennbar?

DIN-Vorgaben für klassische und brennbare Kältemittel

Vermutlich hatten Sie mit der Norm DIN EN 378 bislang keine Berührungspunkte. Im Gegensatz zu Firmen, die Direktverdampfungsanlagen wie VRV/VRF-Anlagen einbauen. Denn die Norm regelt, wie eine Kälteanlage aufzubauen ist. Unter anderem wird hier die maximale Kältemittelmenge einer Anlage festgelegt, damit es beim Austritt, zum Beispiel bei einer Havarie, nicht zum Ersticken der im Raum befindlichen Personen kommt. So darf in einem Hotel mit Zimmern von einer Größe von 72 m³ Rauminhalt insgesamt die Füllmenge
der gesamten Klimaanlage 31,68 kg nicht überschreiten. Bei einem weit verzweigten Rohrnetz und vielen Innenteilen ist diese Grenze sehr schnell überschritten. Dann müssen alternative Sicherheitsvorkehrungen wie Gaswarngeräte je Zimmer, automatische Absperreinrichtungen der Kälteleitungen und ähnliches erfolgen.

 

 

Durch den zukünftig vermehrten Einsatz von brennbaren Kältemitteln wurde zusätzlich die Betrachtung des Risikos durch Feuer in die Norm aufgenommen. Die maximal möglichen Füllmengen von brennbaren Kältemitteln liegen nochmal deutlich unter den erlaubten Mengen klassischer Kältemittel. Siehe die oben stehende Grafik für R32, das zukünftig eine große Rolle in der Klimatechnik spielen wird. Die Höchstmenge ist dabei abhängig von der Montagehöhe der Inneneinheit und der Grundfläche des Raumes. Durch die starke Beschränkung der Füllmenge sind aktuell nur wenige Geräte mit über 15 kW Leistung am Markt als Direktverdampfer zu finden. Für Klimaanlagen, deren kältemittelführende Teile nicht ins Gebäude führen, ist die Füllmengen- Beschränkung (wie beim Kältemittel R32) praktisch unerheblich, da Kaltwassererzeuger außen aufgestellt werden und damit keine Personen gefährden.