Katherm HK sind im MOCAK in Krakau installiert. Überarbeitung des Kampmann-Bestsellers.

Krakau – die zweitgrößte Stadt Polens ist das kulturelle Zentrum unseres östlichen Nachbarn. Sie beherbergt die zweitälteste Universität Mitteleuropas, begeistert durch architektonische Vielfalt mit Bauwerken aus Gotik, Renaissance und Barock und war im magischen Jahr 2000 Kulturhauptstadt Europas. Doch mit der Stadt Krakau ist auch viel Leid verbunden. Im Zweiten Weltkrieg wurden bis zu 20.000 Juden im Ghetto Krakau gefangen gehalten. Viele wurden in die umliegenden Konzentrationslager Plaszow, Auschwitz und Birkenau deportiert und ermordet.

Kultur und Geschichte – in Oskar Schindlers ehemaliger Fabrik ist Platz für beides.

Mitten in Krakau, unweit der Weichsel, die sich durch das historische Zentrum schlängelt, liegen zwei Museen direkt nebeneinander. Da wäre die „Fabryka Schindlera“; das ehemalige Verwaltungsgebäude von Oskar Schindlers Emaillefabrik. Das Museum setzt sich mit der Geschichte Krakaus zur Zeit der Okkupation durch die deutsche Wehrmacht in den Jahren 1939 bis 1945 auseinander. Das historische Gebäude hat sich seit der Zeit Schindlers kaum verändert. Ein grauer Kasten; schmucklos und zweckdienlich und natürlich dennoch einen Besuch wert.

Außenansicht des Mocak Gebäudes in Krakau

Neben dem Verwaltungsgebäude befanden sich die Produktionshallen. Doch von außen ist von dem alten Klinkerbau nichts mehr zu sehen. Der italienische Architekt Claudio Nardi hat einen postmodernen Neubau aus Stahl, Glas und Beton wie eine Glocke über die sechs Hallen gestülpt. Eine spannende Symbiose aus alt und neu, dunkel und hell, schwer und leicht ist entstanden, die den ursprünglichen industriellen Charakter nicht verleugnet, aber deutlich den heutigen Verwendungszweck unterstreicht: Aus der Emaillefabrik ist das MOCAK geworden; das „Museum of Contemporary Art Kraków“.

Kühl-Installation

4.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche stehen der zeitgenössischen Kunst zur Verfügung. Moderne Werke polnischer und internationaler Künstler der letzten zwei Dekaden sind hier zu sehen. Neben der umfangreichen permanenten Sammlung ist Platz für Wechselausstellungen, eine schöne Bibliothek und ein kleines Café. Auch Kampmann ist im MOCAK mit Kunst vertreten. Man könnte sagen – mit einer „Installation“.

Die Bodenkanalheizung Katherm ist in all ihren Varianten sowohl Ursprung als auch Garant für Kampmanns Erfolg. Flaggschiff der Produktgruppe ist der Katherm HK, das Unterflurgerät zum Heizen und Kühlen. Der „HK“ ist seit vielen Jahren bei Planern und Architekten beliebt und wird geschätzt für sein effektives Heizen und Kühlen vor bodentiefen Fenstern. So auch in Krakau im MOCAK. Dass der Katherm HK dabei quasi die Gesetze der Physik aushebelt, wird schon gar nicht mehr hinterfragt. Doch diese Kunst beherrscht er. Wie kein zweiter muss man wohl sagen. Erst recht jetzt, nachdem Kampmann seinem HK mal wieder eine grundlegende Überarbeitung gegönnt hat.

Ein Flur im Mocak Gebäude in Krakau

Warme Luft steigt nach oben. Das weiß jedes Kind. Und genau nach diesem Prinzip funktioniert beispielsweise der Katherm NK (Natürliche Konvektion). Der Konvektor wird erwärmt und die warme Luft steigt an der kühleren Fensterfront empor. An der Decke angekommen zieht die Luft nach innen, sinkt langsam hinab und wärmt so den ganzen Raum gleichmäßig. Setzt man das Prinzip mit kalter Luft um, bekommt man höchstens kalte Füße.

Als Kampmann 1998 den Bodenkanal zum Kühlen in den Markt einführte, herrschte entsprechend zunächst Skepsis. Und in der Tat: Aus dem Boden heraus zu kühlen ist eine große technische Herausforderung, der längst nicht alle Hersteller gewachsen sind. Dass die Luft ausgeblasen werden muss versteht sich von selbst – aber dann wird es kompliziert.

Aus Forschung und Technik

Es ist das Wissen des Erfinders Kampmann und dessen großer Erfahrungsschatz, der den Katherm HK zum marktführenden Bodenkanal zum Heizen und Kühlen macht. Die jetzige Überarbeitung sichert Kampmann den ohnehin großen Vorsprung vor vergleichbaren Produkten. Dass das Gerät noch einmal ein so großen Sprung nach vorne gemacht hat, ist vor allem dem unternehmenseigenen Forschung und Entwicklung Center (FEC) am Lingener Hauptsitz zu verdanken. Ideen der Ingenieure kann hier direkt nachgegangen werden. Prototypen werden unter realen Bedingungen getestet und ausgemessen. Besonders der technisch schwierige Anspruch gekühlte Luft möglichst leise und zugfrei im gesamten Raum zu verteilen, erfordert neben Expertise auch viel Tüftelei. Profitieren konnte man hier auch von den Erfahrungen, die man bei der Entwicklung der X-Serie (Katherm NX und QX) sammelte. Und auch wenn ein Bodenkanal immer irgendwie gleich aussieht (zumal, wenn ein schickes Roll-Rost drauf liegt), kann man die HK-Überarbeitung durchaus als neues Produkt bezeichnen.

Das Mocak Gebäude in Krakau von außen

Keine Komponente des Katherm HK blieb unberührt – alles kam auf den Prüfstand. Vor allem die Gebläsetechnik wurde optimiert. Mit EC-Motor betrieben ist der Ventilator nun noch leiser und energieeffizienter. Zusammen mit der neuen Luftführung ist sowohl die Kühlleistung sichergestellt, als auch die Behaglichkeit für die Raumnutzer: Zugerscheinungen werden vermieden. Die Leistungsdaten können mit der Europäischen Norm EN 16430 beschrieben werden. Diese legt die technischen Spezifikationen und Anforderungen an gebläseunterstützte Heizkörper, Konvektoren und Unterflurkonvektoren fest. Mit der noch recht jungen Norm lassen sich Bodenkanalheizungen verschiedener Hersteller nun vernünftig vergleichen. Für Kampmann ein Segen, da die Werte des Katherm HK absolut für sich sprechen.

So bleibt das Kühlen aus dem Boden eine große Kunst, die Kampmann meisterlich beherrscht. Und auch wenn Katherm HK im MOCAK „ausgestellt“ sind – für das Wohlfühlklima welches die Geräte verbreiten, muss man nicht mal ins Museum gehen.

Bildnachweis: Museum MOCAK by R. Sosin