schwedisch: Kampmann geht nach Norden!

Die Nordischen Länder – ein weißer Fleck auf der Kampmann-Karte. Bis jetzt.

Kampmann ist in ganz Europa aktiv und selbst in China präsent. Mit acht Repräsentanzen außerhalb Deutschlands und etwa 80 Vertragspartnern, ist man für seine Kunden flächendeckend auf dem Kontinent zugegen. Da wundert es zunächst, dass die Nordischen Länder lange Zeit so etwas wie ein weißer Fleck auf Kampmanns Vertriebslandkarte waren. Eine Lücke, die nun geschlossen wird.

Es ist nicht so, dass Kampmann die Nordischen Länder hat links liegen lassen. Tatsächlich wurden in den letzten Jahren immer wieder Projekte im hohen Norden erfolgreich abgeschlossen. Aber einen strukturierten, sorgfältig aufgebauten Vertrieb gab es bisher noch nicht. Was nicht daran liegt, dass die Region kein interessanter Markt ist. Bedenkt man das im Grunde noch geringe Alter des Unternehmens Kampmann (44 Jahre), so beeindruckt die heutige Präsenz in der Welt. Doch Kampmann hat nie etwas überstürzt. Der Aufbau eines Vertriebes in einem Land geschieht immer nach sorgfältiger Planung und Schritt-für-Schritt. Und jetzt ist der Gang in die Nordischen Länder an der Reihe. Man kann aber nicht verhehlen, dass es kein Zufall ist, dass die Region sozusagen am Ende der Europa-Expansion steht, denn der dortige Markt ist komplex und der binnenländische Wettbewerb groß.

Straße in Stockholm mit Autos und Menschen

Kleine Ortskunde

Zunächst einmal muss man die „Nordischen Länder“ von „Skandinavien“ abgrenzen. Der Begriff „Skandinavien“ ist recht schwammig und mehrdeutig. Rein geographisch betrachtet, bezeichnet er die Skandinavische Halbinsel, welche Norwegen, Schweden und den Norden Finnlands umfasst. Im deutschen Sprachgebrauch werden unter Skandinavien die Länder Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark verstanden. Einige zählen noch Island hinzu. Finnland fällt kulturell allerdings aus dem Rahmen. So hat die finnische Sprache eine gänzlich andere Wurzel als die der anderen Staaten. Zudem gab es im 19. Jahrhundert eine „Skandinavismus“ genannte politische Bewegung, die eine schwedisch-norwegisch-dänische Union zum Ziel hatte (und verfehlte). Finnland war nicht mit von der Partie. Die Nordischen Länder sind hingegen klar definiert. Sie umfassen Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Island, Grönland, Färöer und die weitgehend autonome Inselgruppe Åland, die vor der Küste Finnlands liegt.

Was alle Länder eint: großartige Landschaften und ein hoher sozialer und wirtschaftlicher Entwicklungsstand. So führt Norwegen seit 2001 mit kurzer Unterbrechung durch Island (2007 bis 2008) den Human Development Index an, der als Wohlstandsindikator für die Länder der Welt von den Vereinten Nationen geführt wird. Ein toller Kontrast ist die Folge: zum einen beeindruckende Natur, Weite, Einsamkeit, Stille – und in den besiedelten Gebieten eine nahezu perfekte Infrastruktur mit fortschrittlichster Technik und weltweit agierenden Wirtschaftsunternehmen. Im Gegensatz zu uns Deutschen, wo die uns zugeschriebenen Tugenden Fleiß, Pünktlichkeit und Ordnungssinn manchmal zu Verbissenheit und Steifheit führen, erreichen unsere nordischen Nachbarn ihren Erfolg entspannt und immer freundlich. Das gilt in der Wirtschaft ebenso wie in der Freizeit, etwa beim Sport. Auch hier wird hart gearbeitet – aber eben auch der Spaß an der Sache nicht vergessen.

Die Tür zum Markt öffnen

Bei einer wirtschaftlich so starken Region rennt auch ein Unternehmen wie Kampmann keine offenen Türen ein. Zwar wird deutsche Ingenieurskunst in den Nordischen Ländern geschätzt, aber die heimischen Produkte können durchaus mithalten. Und da ist Blut dann oft dicker als Wasser. In Finnland zum Beispiel werden ausländische Produkte eigentlich nur dann eingesetzt, wenn es kein passendes inländisches Produkt gibt. Ohnehin wäre es falsch die Märkte der Nordischen Länder über einen Kamm zu scheren. Nicht nur wirtschaftlich, auch gesetzlich gibt es natürlich erhebliche Unterschiede, die man bei einem Markteintritt beachten muss. Kampmann hat zu diesem Zweck eine weitreichende Marktuntersuchung durchgeführt. Hierbei konnte man unter anderem auf die Erfahrungen der jeweiligen Außenhandelskammern und der Handelspartner aufbauen, die schon seit längerem für Kampmann in den Nordischen Ländern aktiv sind.

Rote Häuser in einer Straße in Skandinavien

Wie es von fortschrittlichen Nationen zu erwarten ist, spielt Energieeffizienz eine große Rolle, zumal die Winter im Norden länger und kälter und die Energiekosten entsprechend höher sind. Für Kampmann ein entscheidender Vorteil, zeichnen sich viele Produkte der Lingener doch durch höchste Effizienz aus. Dennoch ist der nordische Markt für Kampmann erst einmal ein Lernprozess: Anwendungen und Einsatz-Orte von Systemen für Heizung, Klima und Lüftung lassen sich nicht 1-zu-1 von Deutschland auf ein anderes Land übertragen. Auch muss man sich zunächst einen Namen als lösungsorientierter Hersteller machen. Gemäß dieser Schritt-für-Schritt-Taktik versucht Kampmann vernünftigerweise zu Beginn Fuß in den beiden größten regionalen Märkten zu fassen: Dänemark und Schweden und hier insbesondere die Metropole Stockholm. Sprachversionen der Kampmann-Website inklusive Shop sind stützende Maßnahmen auf dem Weg in absehbarer Zeit mit einer Repräsentanz vor Ort zu sein. Kampmann geht nach Norden – und bleibt.

Außenansicht der Swedbank in Stockholm

Kampmann kann bei seiner Nord-Expansion bereits erste Erfolge verzeichnen. So wurde der Neubau des Hauptsitzes der Swedbank in Sundbyberg bei Stockholm mit 731 Katherm NK ausgestattet. Die Bodenkanalheizungen arbeiten vor den bodentiefen Fenstern und ermöglichen so jene Transparenz, die das dänische Architektenbüro 3XN dem 45.000 m² Bruttogrundfläche großem Schmuckstück verleihen wollten. Katherm NK heizen mit natürlicher Konvektion und zeichnen sich durch kurze Aufheizzeiten und gute Regelfähigkeit aus.

Bilder by Markus Monecke/Studio M.