Das Thema „Klima“ begegnet uns jeden Tag, in allen Lebensbereichen und meist unbemerkt.

Vor allem als Klimatechnik zu Hause und am Arbeitsplatz. Diesem Gebiet hat sich KAMPMANN leidenschaftlich verschrieben – mit dem Ziel, in Gebäuden aller Art Wohlfühlklima zu schaffen. Doch auch außerhalb der HKL-Branche begegnen uns Klima-Phänomene. Unsere Klima-Anekdoten widmen sich diesen kleinen Begegnungen, die große Fragen aufwerfen. Auch in dieser Ausgabe geht KAMPMANN HEUTE drei Phänomenen auf den Grund – mit zum Teil überraschenden Einsichten.

Weshalb gefriert heißes Wasser schneller als kaltes?

Ein Phänomen sorgt seit über zweitausend Jahren immer wieder für heiße Debatten: Erwärmtes Wasser gefriert unter bestimmten Bedingungen schneller als kühleres Wasser. Schon der griechische Philosoph Aristoteles kannte das paradoxe Phänomen – eine restlose Erklärung haben Wissenschaftler bis heute nicht gefunden.

Schmelzende Eiswürfel

Bei gleichzeitiger Kühlung von zwei Wasserschüsseln erreicht das erwärmte Wasser zwar etwas später den Punkt von drei Grad. Doch sinkt seine Temperatur stärker. Dann tritt jedoch ein überraschendes Phänomen ein: Auch wenn beide Schüsseln drei Grad erreicht haben, kühlt die vormals wärmere Flüssigkeit schneller ab und erreicht zuerst Tiefsttemperatur. Die Wissenschaft steht vor einem Rätsel. Hat Wasser ein Gedächtnis? – Wahrscheinlicher sind zwei andere naturwissenschaftliche Erklärungen:

Vielleicht neutralisiert das Erhitzen die gelösten Salze im Wasser, die sonst den Gefrierpunkt senken würden. Die wärmere Flüssigkeit könnte aber auch schneller erkalten, weil ihre höhere Verdunstung kühlend wirkt. Das würde erklären, weshalb der Versuch mit Deckel meist nicht funktioniert. Wir sehen, die Aussage, Wasser gefriere schneller als kaltes, gilt nicht immer. Ein Grund, weshalb das eisige Phänomen auch in Zukunft noch die Gemüter erhitzen wird.

Gähnen sorgt für Coolness im Alltag

Gähnende müde Frau

Wer in stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren will, sollte am besten einmal richtig Durchatmen – oder besser noch: herzhaft Gähnen. Auch bei Müdigkeit und Langeweile ist es ratsam, Gähner nicht zu unterdrücken; sie wirken unmittelbar auf die Temperatur unsers Gehirns. Denn das verstärkte Einatmen kühlerer Luft fördert den Wärmeaustausch des Denkorgans, das belegt eine Studie an der Universität Wien, der North Southeastern University und dem Suny College in Oneanta (USA). Dagegen konnten die Wissenschaftler interessanterweise nicht bestätigen, dass Gähnen die Sauerstoffzuführ im Blut erhöht. Dafür wiesen die Wissenschaftler nach: Müdigkeit, Langeweile, Aufregung und Stress erhitzen das Gehirn; Schlaf hingegen senkt die Temperatur. Mit Gähnen sucht der Körper einer Überhitzung gegenzusteuern.

Auch die Umgebungswärme beeinflusst das Gähnen, stellten Forscher der Universität Wien fest. So funktioniert Gähnen als Thermoreglung fürs Gehirn kaum, wenn etwa die Temperaturen von Umgebung und Körper gleich hoch sind. Auch bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt ist Kühlung durch Gähnen nicht notwendig. Übrigens: Die ideale Temperatur für ansteckendes Gähnen liegt bei etwa 20 Grad Celsius – und für die sorgt die KAMPMANN Klimatechnik.

Kalorien verbrennen durch Frieren

Der Körper verbrennt Kalorien, um seine Kerntemperatur zu halten. Wenn es kälter ist, um so mehr – logisch. Aber lässt Kälte auch Pfunde purzeln? Der Gedanke liegt nahe. Was bislang nur Vermutung war, konnten Forscher kürzlich bestätigen.

Frierender Mann

Bereits 16 bis 18 Grad in der Wohnung kurbeln die Fettverbrennung an; denn beim Frieren steigt die Grundspannung der Muskeln. Der Körper wandelt zudem weiße Fettzellen in und braune um. Die braunen Fettzellen wiederum setzen vermehrt Energie um. Doch Vorsicht! Anwender sollten die Kältediät nicht übertreiben, denn sie birgt doch auch einige erhebliche Nachteile. Unterkühlungen drohen bereits bei Plusgraden. Mögliche Folgen: Muskelverspannungen und Rückenschmerzen. Damit ist Frieren nicht nur unangenehm; es kann unter Umständen auch gefährlich sein.

Zudem erfordert die außergewöhnliche Diät einen besonders eisernen Willen, den Hunger zu zügeln. Denn sinkt die Temperatur, steigt der Appetit auf deftige und herzhafte Kost. Schließlich versucht der Körper, sich mit einer wärmenden Fettschicht vor der Kälte schützen. – Vielleicht ist es dann doch besser, einfach beim Joggen zu schwitzen, als auf dem Sofa fröstelnd gegen den Hunger anzukämpfen.

Bilder: Eiswürfel by Valentyn Volkov/iStockphoto; Gähnende Frau by Neustockimages/iStockphoto; Frierender Mann by jpfotograaf/iStockphoto