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Folge 3: Klimawandel in der Welt. Und in unseren Räumen?

Herr Ensink, ich bin ein bisschen böse mit Ihnen!

Warum bloß?

Nun – an der gleichen Stelle im letzten Heft haben Sie mir versprochen, dass „wir“ Weltmeister werden!

Versprochen habe ich gewiss gar nichts. Aber vielleicht ist es doch besser, wenn ich mich zu Themen äußere, von denen ich etwas mehr verstehe. Schließlich gibt es in Deutschland gefühlte 80 Millionen Fußballexperten. Außerdem ist das Thema Fußballweltmeisterschaft längst abgehakt.

Was ist denn jetzt Thema für Sie?

Die Wärmeperiode in diesem Sommer. Der Klimawandel war für alle deutlich spürbar. Auch wenn ich persönliche Vergleiche zu früher immer sehr skeptisch beurteile, belegen die Zahlen der Experten einen merklichen Klimawandel.

Mit welchen Konsequenzen? Wirkt sich das auch auf Ihr Geschäft aus?

Sehr wohl! Es stellt wohl keiner mehr die Notwendigkeit von Klimaanlagen in Büros- und Geschäftsräumen in Frage. Andererseits feuern wir durch den zusätzlichen Energiebedarf den Klimawandel an. Auch wenn das Thema Energiesparen in der Hauptsache vom „Heizen“ besetzt ist, werden die Energieaufwendungen für die Kühlung schnell zum Energiesparthema werden. Dann drehen wir ja weiter an dem Klimarad.

Haben Sie eine Idee wie man dem begegnen kann?

Es gibt unendlich viel Potential. Ich will nur einige Stichworte nennen, wie die Wärmerückgewinnung, indirekte Verdunstungskühlung, bedarfsgesteuerte Raumklimatisierung und Lüftung, Umsetzung der F-Gase-Verordnung und so weiter.

Woran scheitert′s?

Unsere Handwerker haben alle Hände voll zu tun, außerdem fehlen Fachkräfte, sowohl in der Planung als auch in der fachgerechten Umsetzung. Ach – wenn ich noch mal 20 wäre …