luftbild-meseberg

Wertsteigernd und kostensenkend sanieren

Die energetische Sanierung von Gebäuden ist sinnvoll – wenn sie richtig gemacht wird

Wissen Sie, was das kleine Örtchen Meseberg mit weitreichenden Maßnahmen zur energetischen Sanierung in Deutschland zu tun hat?

Mitten in der beschaulichen brandenburgischen Provinz liegt das Schloss Meseberg. Idyllisch am Huwenowsee gelegen, dient das Barockschloss der Bundesregierung als Gästehaus. 2007 wurden hier die sogenannten Meseberger Beschlüsse gefasst – offizieller Name: Integriertes Energie- und Klimaprogramm, kurz IEKP. Das Programm umfasst 29 Maßnahmen, die vor allem auf mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien zielen. Die Beschlüsse bilden quasi die Klammer für Themen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz, Elektromobilität, Energiemanagement-Systeme, Energieforschung und Innovation, Kraftwerkstechnologie und viele Aktionsgebiete mehr. Darunter auch die Energieeinsparverordnung (EnEV), in dessen 2014er-Novellierung das Ziel ausgegeben wurde, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudestand zu erreichen.

Die EU formuliert im „Aktionsplan für Energieeffizienz“ ähnliche Ziele. Die verantwortliche Kommission ist zudem der Auffassung, dass die öffentliche Hand eine Vorbildfunktion übernehmen sollte. Die Forderungen der Gesetzgeber sind also klar. Wer neu baut, muss die EnEV einhalten. Aber was ist mit den bestehenden Gebäuden? Auch sie betrifft die EnEV. Auch sie sollen klimaneutral werden. Dabei machen kommunale Nichtwohngebäude einen erheblichen Teil der Bebauung aus. Etwa 300.000 Gebäude wurden zuletzt gezählt, darunter Verwaltungsgebäude, Schulen, Sporthallen, Krankenhäuser, Theater, Bibliotheken … – entsprechend hoch ist das Energiesparpotenzial. Gleiches gilt für unzählige Bürogebäude der freien Wirtschaft, für Universitäten und am Ende auch für das privat genutzte Wohnhaus.

Förderungen einstreichen und sorgfältig planen

Mann hält Wärmebild vor Haus

Jetzt wäre es verfehlt, die energetische Sanierung als eine lästige, vom Gesetzgeber aufgezwungene Pflicht anzusehen. Sicher, die Sanierung zur Erreichung der EnEV-Vorgaben ist – gerade bei alten Gebäuden – durchaus kostspielig. Doch auf lange Sicht und bei einer gewerkeübergreifenden Planung und hochwertigen baulichen Umsetzung bleiben nur Vorteile. Das Problem für die Hauseigentümer und -verwalter: Selbst wenn sie gewillt sind, die Maßnahmen vorzunehmen, stellen sich tausend Fragen bezüglich der korrekten Realisierung. Denn wie das in Deutschland so ist, hat sich das Regelwerk in all seiner Komplexität zu einer eigenen Disziplin entwickelt.

Der erste Schritt ist es, zu begutachten, ob und wann sich die Investition amortisiert. Und da wird es schon kompliziert. Ein Hauptziel der Sanierung ist (neben dem Klimaschutz) die Senkung der Energiekosten. Für die Amortisierungsrechnung müssen die künftigen Heizkosten dem Invest gegenübergestellt werden. Doch wer weiß heute, wie sich die Preise für Erdöl, Erdgas und elektrischer Energie in den nächsten Jahren entwickeln? Hier kann nur seriös geschätzt werden. Klar dürfte sein, dass es weiterhin Preissteigerungen geben wird, die mit einkalkuliert werden müssen. Aufgrund der langen Lebensdauer der Maßnahmen (wie bei einer Wärmedämmung) kann die Amortisationszeit ebenfalls recht lang sein. Die Investitionssumme lässt sich durch verschiedene Förderprogramme noch erheblich senken. Genannt seien hier vor allem die KfW-Programme. Für Kommunen wurde die Förderung in 2012 sogar noch nachgebessert. Die energetische Sanierung soll also am Ende eindeutig Kosten sparen.

Langfristig denken

Ein weiterer Aspekt, der für eine umfassende Sanierung spricht, ist die Aufwertung des Gebäudes. Rein sachlich betrachtet, verbessert sich die Bausubstanz und die Lebensdauer wird verlängert. Menschlicher betrachtet, steigert die Sanierung für die Nutzer und Bewohner das Wohlbefinden. Was – wiederum wirtschaftlich betrachtet – zu mehr Gesundheit und also einem niedrigeren Krankenstand führt. Und nicht zuletzt schont eine energetische Sanierung das Klima. Denn wie schon die alten Indianer sagten: Wir haben die Welt von unseren Kindern nur geliehen.

Gesetzeskonform, kostensenkend, Wohlfühlklima schaffend, klimaneutral – so sieht eine gelungene energetische Sanierung aus. Kampmann kann hier eine entscheidende Rolle spielen: Zum einen bekommt man perfekt aufeinander abgestimmte, langlebige und energieeffiziente Geräte für Heizung, Klima und Lüftung aus einer Hand. Zum anderen lassen sie sich über Schnittstellen in eine ganzheitliche Gebäudeautomation eingliedern. Dass die Kampmann-Berater zudem kompetente Ansprechpartner für energetische Gebäudesanierung im Allgemeinen sind, lässt kaum noch einen Weg an die Lingener Experten vorbei führen.

Bilder: Altstadt Rynek Wroclaw by sinuswelle/fotolia; Wärmebild by Ingo Bartussek/fotolia